TL;DR

  • Chi Ossé reicht eine Beschwerde gegen das NYPD wegen unverhältnismäßiger Gewalt ein.
  • Er wurde während eines Protests gegen eine Zwangsräumung festgenommen.
  • Bürgermeister Mamdani verurteilt das Verhalten der Polizei.
  • Neues Amt zur Bekämpfung von Urkundenbetrug eingerichtet.
  • Gemeindeführer mobilisieren gegen Polizeifehlverhalten.

In einer schockierenden Wendung der Ereignisse hat das NYC-Ratsmitglied Chi Ossé offiziell eine Beschwerde gegen das New York Police Department eingereicht, nachdem eine brutale Festnahme viele dazu veranlasst hat, das Verhalten der Strafverfolgungsbehörden infrage zu stellen. Der Vorfall ereignete sich bei einem Protest am 22. April, bei dem Ossé sich in Brooklyns Stadtteil Bed-Stuy für seine Mandantin Carmella Charrington einsetzte. Ziel des Protests war es, eine von vielen Aktivist:innen als Urkundenbetrugs-Zwangsräumung bezeichnete Räumung zu stoppen, ein wachsendes Problem, das schwarze Hausbesitzer überproportional betrifft.

Videomaterial, das schnell in den sozialen Medien verbreitet wurde, zeigt, wie der Beamte den 28-jährigen Stadtrat packt und ihn mit Gewalt zu Boden wirft, bevor er ihm Handschellen anlegt. Ossés eigene Bildunterschrift zu dem Video in den sozialen Medien lautete: „Council Member Chi Ossé was just arrested while defending his constituent, Carmella Charrington, from eviction.“ Das Video hat in der ganzen Stadt Empörung ausgelöst und die anhaltenden Kämpfe gegen Verdrängung und Wohnungsunsicherheit hervorgehoben.

In der von Politico eingesehenen Beschwerde behauptet Ossé, der Beamte habe übermäßige Gewalt angewendet, was zu einer Gehirnerschütterung geführt habe. Das Civilian Complaint Review Board prüft den Vorfall nun, der ernste Bedenken hinsichtlich polizeilichen Fehlverhaltens aufgeworfen hat. Ossé äußerte seine Entschlossenheit, Gerechtigkeit zu suchen, und sagte: „Meine Rechte wurden verletzt, aber noch wichtiger ist, dass meine Verantwortung gegenüber meiner Gemeinschaft und meinen Wähler:innen eine gründliche Aufklärung erfordert.“

Bürgermeister Zohran Mamdani äußerte sich zu der Kontroverse und nannte das Video bei einer Pressekonferenz kurz nach Ossés Festnahme „unglaublich verstörend“. Auch die Sprecherin des Stadtrats, Julie Menin, verurteilte das Vorgehen der Polizei und sagte: „Als ich das Video sah, ist das offensichtlich von tiefer, tiefer Besorgnis. Er wurde zu Boden geworfen, und wie Sie direkt von ihm gehört haben, erlitt er einige Verletzungen. Das ist nicht akzeptabel. Er protestierte friedlich.“

Als Reaktion auf das wachsende Problem des Urkundenbetrugs kündigte Mamdani nur zwei Tage nach dem Vorfall die Einrichtung des ersten städtischen Amts zur Verhinderung von Urkundenbetrug an. Dieses Amt soll Bürger:innen davor schützen, ihre seit Generationen in Familienbesitz befindlichen Häuser durch illegale Mittel wie Quitclaim-Betrug und betrügerische Eigentumsübertragungsdokumente zu verlieren. „Der Diebstahl eines Hauses ist der Diebstahl der Zukunft einer Familie“, erklärte Mamdani. „Urkundenbetrug trifft diejenigen New Yorker:innen, die es sich am wenigsten leisten können. Heute setzen wir die volle Kraft der Stadtverwaltung ein, um ihn zu stoppen – Hausbesitzer zu schützen, generationsübergreifenden Wohlstand zu verteidigen und klarzumachen, dass diese Stadt die Ausbeutung unserer Gemeinschaften nicht tolerieren wird.“

Während sich die Gemeinschaft hinter Ossé versammelt, wirft dieser Vorfall grundlegende Fragen zum Umgang mit Aktivist:innen und zu den Verantwortlichkeiten der Strafverfolgungsbehörden auf. Der Kampf um Gerechtigkeit geht weiter, während Ossé und seine Unterstützer:innen angesichts systemischer Probleme, die das Gefüge ihrer Viertel bedrohen, Rechenschaft und Reformen fordern.

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Über den Autor

Liam O'Connor

Liam O'Connor ist ein Unterhaltungsjournalist mit einem Gespür für die Berichterstattung über LGBTQ-Repräsentation in den Medien. Mit einem Hintergrund in Filmwissenschaften von der NYU und einer Leidenschaft fürs Erzäh…

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