TL;DR
- Met Police entschuldigt sich bei Ed Cornes' Familie.
- Schwerwiegende Fehler bei der Todesermittlung eingeräumt.
- Die Familie behauptet, Beweise seien verloren gegangen und Zeugen ignoriert worden.
- Homophobe Bemerkungen von Beamten während der Ermittlungen gemacht.
- Das Independent Office for Police Conduct führt die Untersuchung fort.
In einem Schritt, der viele nur den Kopf schütteln lässt, hat die Metropolitan Police endlich eine Entschuldigung an die Familie von Ed Cornes ausgesprochen, einem schwulen Studenten, dessen tragischer Tod ernste Fragen zur Integrität ihrer Ermittlungen aufgeworfen hat. Ed wurde im Oktober 2021 tot in einem Hotelzimmer in London aufgefunden, nur zwei Tage nachdem er sein erstes Semester am University College London begonnen hatte. Ein Albtraumstart ins Studentenleben.
Ed, gerade einmal 19 Jahre alt, wurde mit mehreren Verletzungen und einem hohen GHB-Wert in seinem Körper gefunden, nachdem er zwei älteren Männern begegnet war, die er gerade erst kennengelernt hatte. Zunächst wurden diese Männer wegen Mordverdachts festgenommen, später jedoch ohne Anklage freigelassen. Fast fünf Jahre später und nach unermüdlicher Kampagnenarbeit von Eds Familie sowie einer aufschlussreichen Recherche von ITV News hat die Met nun endlich eingeräumt, dass Teile der ursprünglichen Ermittlungen „nicht korrekt gehandhabt wurden“. Nun ja, das ist noch untertrieben.

Eds Mutter, Miriam Blythe, hat ihren Frust offen geäußert und die Entschuldigung der Polizei als „zu wenig, zu spät“ bezeichnet. Jahrelang wurde ihr von Beamten gesagt, es gebe nichts weiter zu ermitteln, obwohl sie darin eklatante Versäumnisse sah. Und sie lag nicht falsch. Eine interne Polizeiprüfung hatte zuvor erschreckende 27 Mängel in dem Fall festgestellt. Miriam zufolge gingen entscheidende Beweise verloren, wichtige Zeugen wurden nie befragt, und als Krönung machten Beamte ihr gegenüber homophobe Bemerkungen, darunter eine besonders vulgäre Aussage, dass „bei Mann-auf-Mann-Sex alles passieren kann“. Können Sie das glauben?
Angesichts dieser schockierenden Enthüllungen hat die Met angekündigt, dass Spezialbeamte den Fall nun überprüfen, um zu sehen, ob weitere Ermittlungsmaßnahmen gerechtfertigt sind. Unterdessen untersucht auch das Independent Office for Police Conduct (IOPC) Beschwerden darüber, wie die Met mit Eds Tod, den ursprünglichen Ermittlungen und der Kommunikation mit seiner Familie umgegangen ist. Denn ganz offensichtlich brauchen sie jede Hilfe, die sie bekommen können.

Diese Situation unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Reformen innerhalb von Polizeibehörden, insbesondere bei Fällen, die LGBTQ-Personen betreffen. Die Versäumnisse in Eds Fall sind nicht nur eine persönliche Tragödie; sie spiegeln ein systemisches Problem wider, das angegangen werden muss, um Gerechtigkeit für alle zu gewährleisten. Ed Cornes verdient es besser, und unzählige andere, die ähnlicher Vernachlässigung ausgesetzt waren, ebenso. Hoffen wir, dass diese Entschuldigung den Beginn echter Veränderungen markiert.








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